Richtig shoppen: So vermeidest du Fehlkäufe!

Welches Mädchen kennt es nicht: Der ganze Schrank ist voll von Klamotten und trotzdem haben wir einfach nichts anzuziehen. Abhilfe schafft da schnell die nächste Shoppingtour. Doch meistens ist die Freude nur von kurzer Dauer und nach spätestens zwei Wochen stehen wir vor dem gleichen Problem. Ich möchte euch meine sieben Tipps verraten, wie ihr euer Geld in die richtigen Teile investiert und Fehlkäufe in Zukunft bestenfalls vermeidet.

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  1. Kenne deinen Stil
    Der erste und wahrscheinlich wichtigste Tipp: Findet euren eigenen Stil und bleibt ihm treu. Das heißt nicht, dass man nichts Neues ausprobieren kann, allerdings sollte man mit der Zeit herausfinden, was einem selbst am besten steht, der eigenen Figur schmeichelt und worin man sich am wohlsten fühlt. Bist du eher der sportliche Typ? Oder magst du es lieber klassisch und elegant? Versucht am besten euren Kleidungsstil für euch selbst zu definieren und sucht nach Teilen, die ihn unterstreichen. Und ganz wichtig: Versucht den Style von niemand anderem zu kopieren. Erstens seid ihr so immer einen Schritt zurück, weil ihr eure Inspiration von anderen abhängig macht, die den Style dann logischerweise immer zuerst umsetzen. Zweitens wirkt genau das oft nicht authentisch und irgendwie verkleidet. Ich finde es gar nicht schlimm, sich auszuprobieren und sich Zeit zu lassen, um den eigenen Stil zu finden. Allerdings sollte man zu jedem Zeitpunkt man selbst bleiben und sich in den eigenen Kleidungsstücken wohlfühlen.
  2. Clever kombinieren
    Bevor ein Teil letztlich in meinen Kleiderschrank wandert, habe ich mir bereits mehrere Kombinationsmöglichkeiten überlegt. Das klingt vielleicht im ersten Moment verrückt, aber ich fahre mit dieser Technik richtig gut. Denn wenn mir ein Kleidungsstück gefällt, es sich aber nicht gut kombinieren lässt, trage ich es letztlich so selten, dass ich lieber die Finger davon lasse. Manche Teile sind es natürlich wert, einen ganz neuen Look um sie herum zu kreieren. Bei solchen Kleidungsstücken ist es mir allerdings besonders wichtig, dass sie meinem Stil entsprechen, da man dafür meist tiefer ins Portemonnaie greifen muss.
  3. Nicht von „Sale“ täuschen lassen
    An den Ladenfenstern oder auf der Startseite des Online-Shops steht in dicken Buchstaben das Wort „Sale“ geschrieben. Da schlagen Shoppingherzen höher! Allerdings erstehen die meisten Fehlkäufe tatsächlich im Sale. Reduzierte Preise und das Gefühl, ein richtiges Schnäppchen zu schlagen, verleiten zum schnellen Kauf, den man im Nachhinein viel zu oft bereut. Ich überlege mir immer: Würde ich dieses Teil zum gleichen Preis auch kaufen, wenn es nicht reduziert wäre? Meistens lassen wir uns nämlich allein von der Reduzierung täuschen und würden uns für das Stück gar nicht interessieren, wenn es das gleiche im Originalpreis kosten würde. Grundsätzlich sind Schnäppchen natürlich eine wunderbare Sache und einige meiner Lieblingsteile habe ich ihm Sale erstanden, jedoch sollte man sich nicht allein vom Preis blenden lassen und in jedem Fall überlegen, wie man das Teil in Zukunft kombinieren möchte. Sonst grüßt schneller als man sich versieht die nächste Schrankleiche.
  4. Frust- und Spontankäufe vermeiden
    Wer hat sich nicht schon einmal nach einem schlimmen Tag mit Shopping belohnt? Frustshopping macht glücklich. Meint man zumindest. Rückblickend betrachtet sind Frustkäufe meistens besonders teuer (denn Geld spielt an blöden Tagen doch wirklich keine Rolle) und werden selten getragen. Shopping sollte nicht dazu dienen, Frust abzubauen, selbst wenn es verlockend ist. Hinterfragt jeden Kauf und sobald ihr merkt, dass ihr das Teil nicht richtig gebrauchen könnt entscheidet euch lieber dagegen. Mein Tipp: Lasst euch die Teile doch einfach für einen Tag zurücklegen oder behaltet sie online im Warenkorb. Schon allein das Stöbern und die Möglichkeit des Kaufs machen mich oft schon glücklich. Wenn ihr am nächsten Tag immer noch Interesse habt und das Stück einfach nicht aus dem Kopf bekommt, dann könnt ihr es guten Gewissens kaufen. Das gleiche gilt für Spontankäufe: Wenn ich etwas spontan mitnehme, bereue ich es besonders häufig. Normalerweise suche ich gezielt nach Kleidungsstücken, die mir aktuell fehlen. Spontankäufe laufen bei mir meist gegenteilig ab und ganz schnell landet ein Teil im Kleiderschrank, das ich in einer ähnlichen Form bereits besitze. Wie bei allen Tipps gilt natürlich auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel! 🙂
  5. Nicht jeden Trend mitmachen
    Nicht jeder Trend passt zu jedem. Überlegt euch gut, auf welchen Zug ihr aufspringen möchtet. Inspiration finden wir meist auf Instagram, im Fernsehen oder in Magazinen. Aber nur weil Bloggerin XY ein Latzkleid super steht, muss es nicht auch auf euch zutreffen. Dieses Beispiel habe ich gewählt, weil ich gemerkt habe, dass dieser Trend absolut nicht zu mir passt. Obwohl ich solche Kleider bei anderen super schön finde, fühle ich mich in Latzkleidern einfach nicht wohl. Es ist gar nicht schlimm, wenn einem selbst nicht alles gefällt oder steht, was gerade Trend ist. Das ist sogar super, denn wie langweilig wäre es, wenn jeder das gleiche tragen würde?
  6. Die richtige Größe kaufen
    „Eigentlich trage ich L, aber wenn diese Größe gerade nun mal ausverkauft ist, nehme ich eben M.“ – Einer der fatalsten Fehler überhaupt. Kleidungsstücke, die nicht richtig passen, sind die allergrößten Schrankleichen. Meist ist der Wunsch, das Teil zu besitzen, größer als die Vernunft. Denn jeder von uns weiß, Kleidung kann nur schön aussehen, wenn sie passt. Das schönste Kleid kommt nicht richtig zur Geltung, wenn es nicht richtig sitzt. Lieber verzichten oder nachfragen, ob die richtige Größe noch einmal verfügbar sein wird, bevor man letztlich Geld in ein Kleidungsstück investierst, das mit großer Wahrscheinlichkeit im Kleiderschrank versauert, weil wir uns darin nicht wohlfühlen.
  7. Überlege, was du bereits besitzt
    Klingt banal, ist allerdings sehr wichtig. Wie oft habe ich ein Teil gekauft, packe es zu Hause in den Schrank und plötzlich merke ich „Mist, so etwas ähnliches hast du doch schon!“. Rausgeschmissenes Geld! Manchmal hat man einen Tick und kauft besonders viele ähnliche Teile. Ich persönlich besitze beispielsweise unzählige Cardigans und Stickpullis. Da lohnt es sich besonders, zweimal zu überlegen, denn umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein ähnliches Stück bereits im Schrank hängt. Auch in diesem Fall gilt: Erst denken, dann kaufen.

Ich hoffe sehr, dass der ein oder andere hilfreiche Tipp für euch dabei gewesen ist und ihr in Zukunft länger darüber nachdenkt, welche Kleidungsstücke ihr euch wirklich anschaffen möchtet. Seit mehreren Jahren kaufe ich nur noch ausgewählte Teile und richtige Shoppingeskapaden, nach denen ich mit vollgestopften Tüten nach Hause komme, sind eine Seltenheit geworden. Außerdem versuche ich regelmäßig auszusortieren. Alles, was die letzte Saison nicht getragen wurde, fliegt raus. Zuerst war dieses Gefühl beängstigend, letztlich ist es allerdings jedes Mal eine große Befreiung. Denn nur so schafft ihr Platz im Kleiderschrank und behaltet den Überblick. Ganz nach dem Motto „Qualität > Quantität“ merkt ihr so mit jedem Jahr, dass ihr euch von weniger Teilen trennen müsst, weil ihr einfach überlegter kauft und somit weniger Fehlkäufe tätigt.

In diesem Sinne: Happy Shopping, ihr Lieben! 🙂

xx
Mara

Ein Kommentar zu „Richtig shoppen: So vermeidest du Fehlkäufe!

  1. Hey mara, der blog Beitrag ist echt gelungen. Besonders dasss mit dem sale ist wirklich wie beschrieben, man lässt sich täuschen und zieht die Sachen dann doch kaum an. Weiter so liebes 🙂

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